Bodenplatten außen

1. Trittplatten Verlegung auf wasserdurchlässigen nichtbindigen Böden

Die Verlegung von Trittplatten / Schrittplatten im Bereich von Rasenflächen oder Wegen ist in dieser chematisch dargestellen vereinfachten Bauweise im Garten möglich. Voraussetzung ist ein tragfähiger Boden ohne Staunässe. Die Splittbettung ist ca. 5 - 7 cm hoch. Verwendet wir Splitt (Pos. 1) mit einer Körnung von 2 - 5 mm oder 4 - 8 mm.  Die Plattenstärke (Pos. 2) ist mind. 3 cm.

2. Verlegung von Natursteinplatten in ungebundener Bauweise ohne Verkehrslast

Naturwerksteinplatten können im Außenbereich nur auf tragfähigem Untergrund sicher verlegt werden. Beläge mit einer Mindeststärke von 3 cm werden bei der ungebundenen Bauweise auf einer kapillarbrechenden Schicht aus Edelsplitt "schwimmend" verlegt. Grundsätzlich ist eine ausreichend dimensionierte und fachgerecht verdichtete Tragschicht aus Frostschutzmaterial Voraussetzung für diese Bauweise. Um eine verbesserte Lastverteilung zu erreichen werden Platten bis ca. 40/40 oder 40/60cm anstatt  auf einem ungebundenem Splittbett im Einkornmörtelbett verlegt. Tipp: Edelsplitt ca. 2 - 5 mm im Mischungsverhältnis von sechs Teile Splitt mit einem Teil (6:1) Trasszement 1. Güte (mind. 40% Trassanteil) trocken ohne Wasserzugabe mischen. Die im Splitt vorhandene Restfeuchtigkeit ist normalerweise ausreichend für ein  langsames abbinden dieses Verlegemörtels. Immer nur soviel Mörtel anmischen, wie Sie in ca. 30 min verarbeiten können. Bei allen Verlegearten sollten Randeinfassungen (Kantensteine etc.) vorgesehen werden. Die Fugenfüllung sollte bei dieser Bauweise wasserdurchlässig bleiben.

1. Drainage / Entwässerung
2. Schottertragschicht / Frostschutzschicht
3. Splittbettung / Einkornmörtel
4. Naturwerksteinplatten mind. 3 cm mit 1,5 - 3% Gefälle verlegen

3. Natursteinbeläge im Verbund mit einer Betontragschicht

Natursteinplatten mit profilierter oder spaltrauer Rückseite können direkt in erdfeucht eingebautem Mörtelbett verlegt werden. Zur Vermeidung von Staunässe ist die Verlegung im drainfähigen Einkornmörtel empfehlenswert.
Werden gesägte Plattenbeläge in gebundener Bauweise eingebaut ist zur Verbesserung der Haftung die Verwendung einer Haftschlämme notwendig. Die Haftschlämme wird Rückseitig auf die Platten aufgebracht und anschließend eingeklopft. Als Natursteinmörtel / Einkornmörtel, kommen nur für den Außenbereich zugelassene trasszementgebundene Verlegemörtel zur Anwendung. Bei dieser Bauweise sollten Plattenfugen mit einem fließfähigen wasserundurchlässigen Pflastermörtel vollständig gefüllt werden. Zur Vermeidung von Staunässe sollte auch die Tragschicht aus einem sickerfähigen Drainbeton hergestellt werden.

  1. Drainage
  2. Frostschutzschicht, fachgerecht verdichtet
  3. hydraulisch gebundene Schottertragschicht aus Dränbeton oder Einkornbeton mit Gefälle
  4. Bettungsschicht / Einkornmörtel, evtl. zuzüglich Haftschlämme, ggf. nur bei gesägten Platten mit glatter Rückseite
  5. Natursteinbelag mit 1,5% - 3% Gefälle

Kurzfassung Informationen Bodenbeläge außen

  1. Drainage
  2. Frostschutzschicht, fachgerecht verdichtet Bettungsmaterial muss wasserdurchlässig sein, evtl hydraulisch gebundene Schottertragschicht aus Dränbeton oder Einkornbeton
  3. Tragschicht aus Trainbeton
  4. Bettungsschicht / Einkornmörtel auf Trasszementbasis für Natursteinbeläge im Außenbereich
  5. Natursteinplatten mit profilierter oder spaltrauer Rückseite und gespaltene Pflastersteine können direkt in den Bettungsmörtel eingeklopft werden.
    Natursteinplatten oder Pflaster mit gesägter Rückseite auf Einkornmörtel verlegen mit rückseitig aufgebrachter Haftschlämme
  6. bei starren Fugenfüllungen wird ein hydraulisch gebundenes Bettungsmaterial benötigt
  7. handelsüblich Estrichmörtel sind kein Ersatz für Einkorn- bzw. Drainmörtel und haben sich ungeeignet erwiesen
  8. Dehnungsfugen entlang fester Begrenzungen

Fugenbild handbekanteter Bodenplatten aus Hartsandstein

Handbekantete rechteck- und quadratische -Bodenplatten werden nach einer Mittellinie ausgerichtet. Da die handbekanteten Natursteinplatten niemals 100 % gleichförmig sind, wird der Größenunterschied dadurch ausgeglichen, dass man erstens, die Platten vorsortiert um möglichst einheitliche Breiten per Verlegereihe zu erhalten und zweitens, diese nach einer mittleren Schnurlinie ausrichtet welche nicht an die Plattenkante heranreicht, sondern nur die Mittelachse der Fugenrichtung festlegt. Die unterschiedlichen Plattenbreiten fallen nach dem verfugen so gut wie nicht mehr auf. Im Gegenteil,  die vorhandenen Ungleichmäßigkeit unterstützt die natürliche Optik des Plattenbelages. Platten mit gesägten Kanten können nach Kantenlinie ausgerichtet werden.

Fugenfüllungen - Fugenmörtel

Die Fugenfüllung kann aus feinkörnigem Edelsplitt, Brechsand oder Quarzsand ohne Bindemittelzugabe hergestellt werden. Üblicherweise werden jedoch Fugenmörtel verwendet. Dazu kann ein im Mischungsverhältnis 1 : 3  Trasszement Quarzsand- splittgemisch erdfeucht hergestellt werden. Dieses einkehren und ggf. mit einem Fugeneisen nacharbeiten. Abschlämmbare Anteile von der Plattenoberfläche mit klarem Wasser und einem feinen Besen abbürsten. Achtung, erst an einer kleinen Fläche ausprobieren. Ggf. noch einige Tage warten. Die eigentliche Fuge darf nicht wieder angelöst werden. Bei der heutzutage üblichen Verwendung von Kunstharz-Fugenmörtel ist unbedingt auf die Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers zu achten. Je nach Bindemittel kann eine nicht reversible Farbvertiefung eintreten. Legen Sie ggf. eine kleine Probefläche an.


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