
Gebundene Bauweise: Unterbau und Fugen für Plattenflächen ohne Verkehrsbelastung
Der Verlegeuntergrund muß ein Gefälle aufweisen, um eine rasche Ableitung von eingedrungenem Wasser in eine Drainleitung oder Ablauf zu ermöglichen. Bei der gebundenen Bauweise werden auf tragfähigem Untergrund ca. 20 - 30cm Schotter 40/60 als Frostschutz Schicht eingebaut und fachgerecht verdichtet. Darauf werden die Sandstein- oder Kalksteinplatten in einem Trasszement gebundenem Splittbett verlegt. Damit die Wasserdurchlässigkeit erhalten bleibt wird Edelsplitt oder Rundkornsplitt, ca. 2 – 6 mm ohne Nullanteil, im Verhältnis von ca. 6 Teile Splitt und 1,5 Teile Trasszement, trocken angemischt. Die im Splitt vorhandene Restfeuchtigkeit ist normalerweise ausreichend für ein langsames abbinden dieses Verlegemörtels. Immer nur soviel Mörtel anmischen, wie Sie in ca. 30 min verarbeiten können. Die Platten sind einzeln nach Wasserwaage oder Schnurgerüst mit mind. 1,5 % Gefälle in ein ca. 3 – 6 cm starkes Mörtelbett zu verlegen und durch rutschen, oder durch leichtes anschlagen mit einem großflächigen Gummihammer, „satt“ in das Splittbett einzuarbeiten. Gesägte Sandsteinplatten je nach Plattenstärke ggf. nur durch „einrutschen“ in die richtige Lage bringen und nicht anschlagen! Normalerweise ist die aufsteigende Erdfeuchte ausreichend, um ein abbinden des Splittmörtels über 3 - 5 Tage zu gewährleisten.
Fugen
Handbekantete rechteck- und quadratische -Bodenplatten werden nach einer Mittellinie ausgerichtet. Da die handbekanteten Natursteinplatten niemals 100 % gleichförmig sind, wird der Größenunterschied dadurch ausgeglichen, dass man erstens, die Platten vorsortiert um möglichst einheitliche Breiten per Verlegereihe zu erhalten und zweitens, diese nach einer mittleren Schnurlinie ausrichtet welche nicht an die Plattenkante heranreicht, sondern nur die Mittelachse der Fugenrichtung festlegt. Die unterschiedlichen Plattenbreiten fallen nach dem verfugen so gut wie nicht mehr auf. Im Gegenteil, die vorhandenen Ungleichmäßigkeit unterstützt die natürliche Optik des Plattenbelages. Platten mit gesägte Kanten können nach Kantenlinie ausgerichtet werden.
Fugenfüllung
Die Fugenfüllung kann aus feinkörnigem Edelsplitt, Brechsand oder Quarzsand ohne Bindemittelzugabe hergestellt werden.
Üblicherweise werden jedoch Fugenmörtel verwendet. Dazu kann ein im Mischungsverhältnis 1 : 3 Trasszement Quarzsand- splittgemisch erdfeucht hergestellt werden. Dieses einkehren und ggf. mit einem Fugeneisen nacharbeiten. Abschlämmbare Anteile von der Plattenoberfläche mit klarem Wasser und einem feinen Besen abbürsten. Achtung, erst an einer kleinen Fläche ausprobieren. Ggf. noch einige Tage warten. Die eigentliche Fuge darf nicht wieder angelöst werden.
Bei der heutezutage üblichen Verwendung von Kunstharz-Fugenmörtel ist unbedingt auf die Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers zu achten.